I
Dunkel sich der Nacht enthebend,
Dunkel über Nebeln schwebend,
Dunkel über all dem stehend,
Dunkel nichts vom Tage sehend,
Dunkels sich zu IHM erhebend,
Dunkel aber dennoch flehend,
Dunkel aber trotzdem lebend;
Stern erstrahl in dieser Nacht!
II
Dunkel über Nächten schwebend,
Sich dem Tode halb ergebend,
Und doch dem Leben
Nahrung geben.
Oft mit Gewalt dies ist verbunden,
Dem kargen Boden hart errungen
Es geht um's Überleben!
Großes Sinnen hier verwegen!
In der Not die Fragen nicht kompliziert,
Vor dem Tod man nicht diskutiert,
Nur Wärme man will erleben,
Nur Liebe die schenkt neues Leben!
III
Keiner kann es wohl erahnen,
Was heißt zu sein auf Todesbahnen.
Keiner kann es wohl ersinnen,
Dem Glück allzeit zu entrinnen.
Worte müssen davon lassen,
Andern mitzuteilen - es zu fassen.
Wortlos, stumm, schlicht nur erleiden.
Nackt und hilflos dazustehen
Gleich der Gebärenden in Wehen,
Dazusein - ans Holz gespannt -
Wartend bis die Glut entflammt,
Harrend bis sprosst das neue Leben.
Ungeduld!
Wie viel Zeit muss noch vergehen!
2 Kommentare:
ich finde es großartig, sprachlich, aber vor allem auch inhaltlich -
Danke!
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